Modul 1 – DIYs für den Klimaschutz nutzen

Modul entwickelt von BIT Management

Vertiefung

Im Jahr 2015 haben die Vereinten Nationen (UN) und ihre Mitgliedstaaten eine Strategie für nachhaltige Entwicklung entwickelt. Dies ist “[…] ein gemeinsamer Plan für Frieden und Wohlstand für die Menschen und den Planeten, jetzt und in Zukunft” (Vereinte Nationen). Diese Strategie hat eine Laufzeit von 15 Jahren, die 2030 endet und heißt Agenda 2030. Es wurden 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) und 169 Unterziele entwickelt, um eine nachhaltige wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung zu gewährleisten. Die fünf Kernbotschaften sind People (Menschen), Planet, Prosperity (Wohlstand), Peace (Frieden) und Partnership (Partnerschaft) (“5 Ps”). Und es gilt: Vergessen Sie niemanden!

Zentrale Aspekte der Ziele sind die Förderung des Wirtschaftswachstums, die Verringerung von Ungleichheiten im Lebensstandard, die Schaffung von Chancengleichheit und die nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen. Es geht darum, die Wirtschaft in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung zu transformieren, zum Beispiel durch verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster sowie saubere und erschwingliche Energie. Es wird deutlich, dass Klimapolitik, nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung untrennbar miteinander verwoben sind.

Mit welchen SDGs befasst sich das Projekt Seniors4Change?

Vier wichtige Ziele für nachhaltige Entwicklung, die sich direkt auf unsere globale Gemeinschaft auswirken, sind SDG 3 (Gesundheit und Wohlergehen), SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden), SDG 12 (Verantwortungsvoller Konsum und Produktion) und SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz).

SDG 3: Gesundheit und Wohlbefinden zielt darauf ab, ein gesundes Leben zu gewährleisten und das Wohlbefinden aller Altersgruppen zu fördern. Dieses Ziel befasst sich mit verschiedenen Gesundheitsproblemen, darunter übertragbare Krankheiten, die Gesundheit von Müttern und Kindern, die psychische Gesundheit und der Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdiensten. Um dieses Ziel zu erreichen, sind Investitionen in die Gesundheitsinfrastruktur, die Förderung von Präventionsmaßnahmen und die Gewährleistung eines universellen Zugangs zu qualitativ hochwertigen Gesundheitsdienstleistungen erforderlich.

SDG 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden konzentriert sich darauf, Städte und menschliche Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig zu gestalten. Dieses Ziel adressiert Herausforderungen wie Urbanisierung, unzureichenden Wohnraum, Luftverschmutzung und mangelnde Grundversorgung in städtischen Gebieten. Um SDG 11 zu erreichen, sind Anstrengungen erforderlich, um die Stadtplanung zu verbessern, Slums aufzuwerten, den Zugang zu bezahlbarem Wohnraum und Verkehrsmitteln zu verbessern sowie Grün- und öffentliche Räume zu schaffen.

SDG 12: Verantwortungsvoller Konsum und Produktion fördert nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster. Dieses Ziel unterstreicht die Notwendigkeit, das Wirtschaftswachstum von der Ressourcennutzung und der Umweltzerstörung zu entkoppeln. Um SDG 12 zu erreichen, geht es darum, das Abfallaufkommen zu reduzieren, die Ressourceneffizienz zu steigern, nachhaltige Lebensstile zu fördern und die nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg sicherzustellen.

SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz befasst sich mit der dringenden Notwendigkeit, den Klimawandel und seine Auswirkungen zu bekämpfen. Dieses Ziel erfordert Maßnahmen zur Minderung der Treibhausgasemissionen, zur Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels und zum Aufbau der Widerstandsfähigkeit gegen klimabedingte Gefahren. Um SDG 13 zu erreichen, müssen die Länder ihre Klimapolitik stärken, in erneuerbare Energiequellen investieren, nachhaltige Landnutzungspraktiken fördern und die Klimawiderstandsfähigkeit gefährdeter Gemeinschaften verbessern.

Indem sie auf diese SDGs hinarbeiten, können Regierungen, Organisationen und Einzelpersonen dazu beitragen, eine nachhaltigere und gerechtere Welt für heutige und zukünftige Generationen zu schaffen.

Wie fördern Heimwerkerprojekte Kreativität, soziale Verbundenheit, Erschwinglichkeit und Umweltbewusstsein?

Erstens fördern Heimwerkerarbeiten die Kreativität, indem sie es dem Einzelnen ermöglichen, sich durch praktische Aktivitäten auszudrücken. Senioren finden oft Freude und Erfüllung darin, ihre kreativen Seiten durch Basteln, Holzarbeiten, Gärtnern oder andere Heimwerkerarbeiten zu entdecken. Dieser kreative Ausdruck verbessert die kognitiven Funktionen und fördert das emotionale Wohlbefinden und das Erfolgserlebnis.

Zweitens bieten DIY-Projekte Möglichkeiten zur Sozialisation und zum Engagement in der Gemeinschaft, die für die geistige und emotionale Gesundheit von Senioren von entscheidender Bedeutung sind. Die Teilnahme an Gruppenaktivitäten wie Bastelkreise, Gemeinschaftsgartenprojekte oder Reparaturwerkstätten fördert Teilhabe und stärkt die sozialen Bindungen. Diese Wechselwirkungen bekämpfen Gefühle der Einsamkeit und Isolation, die häufig bei Senioren auftreten, und fördern das allgemeine Wohlbefinden und das Zugehörigkeitsgefühl.

Darüber hinaus können Heimwerkerarbeiten eine kostengünstige Alternative zum Kauf neuer Artikel oder zur Beauftragung von Reparaturprofis sein. Senioren mit begrenzten finanziellen Mitteln können erheblich vom Erlernen von Heimwerkerfähigkeiten profitieren, um ihren Wohnraum zu erhalten und zu verbessern. Durch die Wiederverwendung von Materialien, die Renovierung von Möbeln oder den Anbau von Lebensmitteln können Senioren Geld sparen und gleichzeitig ihren ökologischen Fußabdruck verringern.

Im Hinblick auf die ökologische Nachhaltigkeit fördern DIY-Projekte den Einfallsreichtum und die Abfallreduzierung. Durch die Wiederverwendung von Materialien, das Upcycling alter Gegenstände oder die Wiederverwendung von Haushaltsgegenständen können Senioren ihren Verbrauch neuer Ressourcen minimieren und Gegenstände von Mülldeponien umleiten. So reduziert beispielsweise die Wiederverwendung alter Kleidung zu Putzlappen oder die Umwandlung von Haushaltsbehältern in Pflanzgefäße den Abfall und trägt zu einem nachhaltigeren Lebensstil bei.

Fallstudien verdeutlichen außerdem die Auswirkungen von DIY-Projekten auf Senioren und Nachhaltigkeit. So bietet beispielsweise eine Gemeinschaftsgarteninitiative mit Senioren frische Produkte für die Teilnehmer, fördert das Gemeinschaftsgefühl und fördert nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken. In ähnlicher Weise verlängert ein Reparatur-Café, in dem Senioren ihre Fähigkeiten in der Reparatur von Haushaltsgegenständen teilen, die Lebensdauer dieser Produkte und reduziert die Nachfrage nach neuem Ersatz, wodurch die Umweltbelastung verringert wird.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Heimwerkerarbeiten eine immense Bedeutung für Senioren und Nachhaltigkeit haben, indem sie Kreativität, Sozialisation, Erschwinglichkeit und Umweltbewusstsein fördern. Durch praktische Projekte und gesellschaftliches Engagement können Senioren ihr Wohlbefinden steigern und gleichzeitig zu einer nachhaltigeren Zukunft für Generationen beitragen.

Fallstudien und Best Practices

In einer früheren Phase des Projekts haben wir sorgfältig Best Practices aus verschiedenen Partnerländern zusammengetragen. Diese Praktiken werfen ein Licht auf die nachhaltigen Gewohnheiten, die Senioren bereits in ihrem täglichen Leben annehmen. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die identifizierten Praktiken und zeigen die innovativen Möglichkeiten, wie Senioren zu einer grüneren und nachhaltigeren Zukunft beitragen. Lassen Sie uns das Wissen und die Inspiration erkunden, die aus dieser Zusammenarbeit gewonnen wurden.

  • Gemeinschaftsgärten: Diese Initiativen bieten Räume, in denen Bewohner gemeinsam Obst, Gemüse und Kräuter anbauen können. Sie fördern das Zugehörigkeitsgefühl, fördern eine nachhaltige Lebensmittelproduktion und fördern gesunde Essgewohnheiten.
  • Reparatur-Cafés: Reparatur-Cafés bieten ein unterstützendes Umfeld für Einzelpersonen, um Reparaturfähigkeiten zu erlernen und defekte Gegenstände wie Elektronik, Kleidung und Möbel zu reparieren. Durch die Verlängerung der Lebensdauer von Produkten fördern sie die Ressourcenschonung und reduzieren den Abfall, der auf Deponien entsorgt wird.
  • Foodsharing/Lebensmittelrettung: Ziel dieser Bewegungen ist es, die Lebensmittelverschwendung zu minimieren, indem überschüssige Lebensmittel von Unternehmen und Haushalten umverteilt werden. Ob über kommunale Kühlschränke oder Online-Plattformen, sie tragen dazu bei, die Ernährungsunsicherheit zu bekämpfen und gleichzeitig die Nachhaltigkeit zu fördern.
  • Handwerk: Die Beschäftigung mit Handarbeit ermöglicht es dem Einzelnen, einzigartige, handgefertigte Gegenstände zu kreieren und gleichzeitig Kreativität und Selbstdarstellung zu fördern. Kunsthandwerk trägt zum Erhalt der Kultur und zu nachhaltigen Konsumpraktiken bei, indem es lokale Kunsthandwerker und traditionelle Handwerkstechniken unterstützt.
    • Holzarbeit: Bei der Holzbearbeitung werden Objekte aus Holz mit nachhaltigen Materialien und Techniken hergestellt. Durch die Herstellung langlebiger Holzprodukte fördert die Holzbearbeitung die Ressourceneffizienz und reduziert die Umweltauswirkungen von Möbeln und Bauarbeiten.
    • Stricken/Häkeln: Stricken und Häkeln sind textile Handwerke, die es Einzelpersonen ermöglichen, Kleidung, Accessoires und Wohnaccessoires herzustellen. Durch die Herstellung von handgefertigten Artikeln fördert das Stricken und Häkeln die Nachhaltigkeit, indem es die Abhängigkeit von Massenprodukten verringert und lokale Faserproduzenten unterstützt.
    • Upcycling: Beim Upcycling werden ausrangierte oder unbenutzte Materialien wiederverwendet, um neue, höherwertige Produkte herzustellen. Es fördert die Kreativität, reduziert Abfall und fördert nachhaltigen Konsum, indem es alten Gegenständen neues Leben einhaucht.
  • Zero-Waste/Recycling: Zero-Waste- und Recycling-Initiativen zielen darauf ab, das Abfallaufkommen zu minimieren und die Ressourcenrückgewinnung zu maximieren. Dazu gehören die Kompostierung von organischen Abfällen, das Recycling von Materialien und die Reduzierung von Einwegartikeln, um die Umweltbelastung zu minimieren und Ressourcen zu schonen.